Führung zu historischen Seekarten und Navigation auf den Ozeanen

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte (DSM) zeigt besondere Stücke seiner Seekartensammlung bei einer öffentlichen Führung. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Schätze aus unserer Sammlung“ beginnt am Sonntag, 17. Februar um 15 Uhr in der Kogge-Halle. Der Eintritt ist frei. „Führung zu historischen Seekarten und Navigation auf den Ozeanen“ weiterlesen

Die Vermessung der Kogge

Wissenschaftler der Jade Hochschule untersuchen die Verformung eines historischen Handelsschiffes im Deutschen Schifffahrtsmuseum

Im Mittelalter als Handelsschiff auf den Weltmeeren, jahrzehntelang als Wrack unter Wasser, jetzt im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven ausgestellt – die Geschichte der „Bremer Kogge“ ist lang. Damit das Handelsschiff und damit ein wichtiger Teil der maritimen Geschichte weiterhin erhalten bleibt, sind aufwendige Konservierungsarbeiten notwendig. Wissenschaftler_innen der Jade Hochschule schaffen hierfür die Voraussetzung, indem sie messen, wie sich das über 600 Jahre alte Wrack verformt. „Die Vermessung der Kogge“ weiterlesen

Erfolgreicher Startschuss für das Projekt „North Sea Wrecks“

Kick-Off-Treffen mit internationalen Partnern im Deutschen Schifffahrtsmuseum zum Start des Projektes „North Sea Wrecks“.

Am Mittwoch, 17.10.2018, kamen in Bremerhaven zum Start des von der EU geförderten Projekts „North Sea Wrecks“ die internationalen Projektpartner zu einem Kick-Off-Meeting zusammen. Das mit über vier Millionen Euro budgetierte Projekt widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung sowie der politischen und historischen Aufarbeitung der Problematik von verklappter Munition, Kriegswracks und der daraus resultierenden Umweltverschmutzung in der Nordsee.

Es wird durch das Deutsche Schifffahrtsmuseum koordiniert und ermöglicht über einen Zeitraum von vier Jahren die enge Zusammenarbeit von circa 30 europäischen Partnern auf verschiedenen Ebenen.

Die Nordsee ist verschmutzt – und das nicht nur mit Tausenden Schiffs- und Flugzeugwracks aus den zwei Weltkriegen, deren Ladungen und Treibstofftanks noch immer eine Gefahr darstellen. Auch tonnenweise konventionelle und chemische Munition wurde auf hoher See oder in Küstennähe verklappt und verrottet seitdem auf dem Grund des Meeres.

All diese Hinterlassenschaften stellen eine unkalkulierbare Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Sogenannte Blue Growth Operations, wie die kommerzielle und die private Seefahrt, der Tourismus, MariCulture und die Off-Shore-Windparkindustrie, sind besonders davon betroffen. Wissenschaftler*innen beklagen schon seit Langem den Mangel an Informationen zur Lokalisierung von Wracks, Munition und verklappten chemischen Waffen, der zum Großteil auf einer kaum entwickelten wissenschaftlichen Kooperationsstruktur zwischen den Anrainerstaaten der Nordsee beruht.

Das Projekt „North Sea Wrecks“ leistet einen großen Beitrag, diesen Mangel mit Hilfe von grenz- und forschungsübergreifenden Methoden zu beheben. Mit von der Partie sind neben dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, das die Leitung übernimmt, unter anderem das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, das Vlaams Instituut voor de Zee vzw, Aarhus University – Department of Geoscience, Stichting NHL Stenden Hogeschool – Maritiem Instituut Willem Barentsz, EGEOS GmbH, Periplus Consultancy BV, Forsvarets Forskningsinstitutt sowie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein – Institut für Toxikologie und Pharmakologie.

Zusammen werden zum Beispiel die Standorte von Wracks, Ladung und Abfällen am Meeresboden identifiziert, kartiert und bewertet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Umsetzung einer gemeinsamen Strategie zur Bewältigung der wirtschaftlichen, ökologischen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen, die durch die vorhandenen Schiffs- und Flugzeugwracks, verlorene Ladung, den deponierten chemischen Abfall und durch Munition entstehen, um die nachhaltige Bewirtschaftung des Ökosystems der Nordsee zu verbessern. Unter Leitung des DSM wird eine Wanderausstellung entworfen und produziert.

Architekten erforschen den Leuchtturm in der Djnepr-Mündung

Leuchtturm in der Djnepr-Mündung, erbaut von Vladimir G. Schuchov 1911. Schuchov erfand die Gitterkonstruktion aus verdrehten, sich überkreuzenden Stabreihen. Bildquelle: Andrij Kutnyi / TU München
Leuchtturm in der Djnepr-Mündung, erbaut von Vladimir G. Schuchov 1911. Schuchov erfand die Gitterkonstruktion aus verdrehten, sich überkreuzenden Stabreihen. Bildquelle: Andrij Kutnyi / TU München

Vladimir G. Schuchov gehört zu den genialsten Ingenieuren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der Russe entwickelte völlig neue Bautechniken, darunter das erste Hängedach. Aus verdrehten, sich überkreuzenden Stabreihen baute er bis zu 150 Meter hohe Gittertürme – eine enorm sparsame, äußerst stabile und überdies elegante Konstruktionsweise.

Doch sein Werk wird international kaum beachtet. Ein internationales Forscherteam untersucht nun Entstehung, Tragverhalten und Zustand der Bauwerke. Als erster Wissenschaftler hatte Andrij Kutnyi von der Technischen Universität München (TUM) Zugang zu den 100 Jahre alten Schuchov-Leuchttürmen am Schwarzen Meer. „Architekten erforschen den Leuchtturm in der Djnepr-Mündung“ weiterlesen