Berühmtheit erlangte das Schiff durch die Weltumsegelung in den Jahren 1857 bis 1859. Die Novara wurde ab September 1876 als Hulk in Pola aufgelegt und diente zuletzt als Schul- und als Wohnschiff. 1898 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und 1899 abgebrochen.

Fregatte „Novara“ in den 1870er Jahren in Pola
Fregatte „Novara“ in den 1870er Jahren in Pola

Dillinger’s Reisezeitung vom 10. Jänner 1899 berichtet über mehrere Erinnerungsstücke in Wien:

Aus Pola berichtet man: Bekanntlich wurde die Fregatte „Novara“ nach fünfzigjähriger Dienstzeit demolirt. Kürzlich wurden nun Holztheile des Schiffes nach Wien befördert, wo aus denselben ein Betschemel angefertigt wird, welcher in der Kapuzinergruft vor dem Sarge des unglücklichen Kaisers Maximilian aufgestellt werden soll.

Es erscheint dies als ein äusserst sinniger Gedanke, wenn man sich dabei erinnert, dass unter Erzherzog Ferdinand Max als Marine-Obercommandant die „Novara“-Expedition (1856) in’s Leben gerufen und in so glänzender Weise durchgeführt wurde, dass das nämliche Kriegsschiff den Kaiser Maximilian nach Mexiko führte und dass endlich die Fregatte „Novara“ es war, welche die Leiche des unglücklichen Kaisers wieder nach der Heimat zurückbrachte.

Der Historiograph der „Novara“-Expedition, Dr. Karl v. Scherzer, erhielt den Thürflügel jener Cabine, welche derselbe während der denkwürdigen Erdumsegelung mehrere Jahre hindurch bewohnte. Schon vor einigen Jahren hat Admiral v. Sterneck Herrn Dr. v. Scherzer einen aus dem Kielholz der alten Fregatte zierlich geschnitzten Bilderrahmen als Geschenk überschickt.

 

Flotten-Album der österreichischen Marine von Johann B. Rottmayer 1872—1880
Flotten-Album der österreichischen Marine von Johann B. Rottmayer 1872—1880

Buchtipp:

Wilhelm M. Donko und Thomas Zimmel:
Flotten-Album der österreichischen Marine von Johann B. Rottmayer 1872-1880
Fidelitas Verlag, Wien 2018, 218 Seiten