Die Leuchttürme und die Küste der östlichen Adria durch die Augen des Malers Gottfried Seelos

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bereiste der österreichische Maler Gottfried Seelos im Auftrag des Wiener Kaiserhofs die Ostküste der Adria. An Bord des Dampfers Pelagosa der Seebehörde hielt er eine Landschaft aus Klippen, Inseln und Landzungen fest, die von den Umwälzungen des modernen Tourismus noch weit entfernt war.
In dieser von Meer und Fels geprägten Landschaft bestand bereits ein dichtes und fortschrittliches System der Küstenbefeuerung, getragen von den Leuchttürmen des österreichischen Kaiserreichs. Seit 1818 — dem Jahr, in dem der Leuchtturm von Salvore seinen Betrieb aufnahm — markierten sie die wichtigsten Schifffahrtswege zwischen dem Festland und den Inseln und prägten das maritime Landschaftsbild nachhaltig. Die auf dieser Reise entstandenen Aquarelle sind heute ein wertvolles Zeugnis der Adria am Ende des 19. Jahrhunderts.
Auf der Grundlage von Bildern, Dokumenten und historischen Quellen rekonstruiert das Buch die Route in hypothetischer Annäherung und untersucht den Blick, mit dem Seelos diese Landschaft erfasste. Die Leuchttürme erscheinen hier als wiederkehrende und bestimmende Elemente — als Zeichen des technischen Fortschritts, ohne dabei ihren subtilen und oft romantischen Charakter zu verlieren. So entsteht das Porträt einer künstlerischen und maritimen Route zwischen Triest, Istrien und Dalmatien und zugleich das Porträt einer Adria, die zu großen Teilen noch unberührt erscheint.
Das Buch ist als Privatdruck des Autors Massimiliano Blocher entstanden und gegen Spende vom Autor erhältlich.
Am 3. September 2026 wird der Autor Massimiliano Blocher das Buch in den Räumlichkeiten des Vereins k.u.k. Kriegsmarine Archiv in Wien vorstellen. Im Anschluss wird es gegen eine Spende erhältlich sein.
